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50 Jahre Beutelsbacher Konsens: Gemeinsame Kampagne der Zentralen für politische Bildung

Ab heute auf den Social-Media-Kanälen der Bundeszentrale für politische Bildung sowie der Landeszentralen für politische Bildung


#NichtNeutral – 50 Jahre Beutelsbacher Konsens. Unter diesem Motto startet heute die gemeinsame Social-Media-Kampagne der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb sowie aller 16 Landeszentralen für politische Bildung zum 50. Jubiläum des Beutelsbacher Konsenses. Die Jubiläumskampagne macht deutlich: Politische Bildung ist nicht neutral. Sie steht für Demokratie, Menschenrechte und politische Teilhabe. Die Kampagne widerspricht damit Missdeutungen, so auch einem fälschlicherweise aus dem Beutelsbacher Konsens abgeleiteten Neutralitätsgebot.

Politische Bildung ist den Werten des Grundgesetzes verpflichtet und folgt gemäß des Beutelsbacher Konsenses drei Leitprinzipien: Sie soll den konstruktiven Umgang mit Kontroversen fördern. Sie darf Lernende nicht überwältigen. Ihr Ziel ist es, Menschen zu befähigen, sich ein eigenständiges Urteil zu bilden. Der Beutelsbacher Konsens legitimiert jedoch keine Gleichgültigkeit gegenüber Angriffen auf demokratische Grundwerte. Genau diese Unterscheidung wurde vor 50 Jahren angelegt und ist auch heute notwendig. Staatliche politische Bildung ist dabei strikt überparteilich.

Persönlichkeiten aus politischer Bildung, Verfassungsrecht, Medien, Kultur und Zivilgesellschaft betonen in kurzen Videobeiträgen, warum Haltung für die Werte des Grundgesetzes nicht im Widerspruch zum Beutelsbacher Konsens stehen. Die Beiträge der Kampagne beziehen Position und klären häufige Missverständnisse auf.

Die Kampagne richtet sich an alle, die politische Bildung in die Praxis tragen: an Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen der politischen Bildung ebenso wie an Lehrkräfte aller Schulformen und Fächer sowie an Pädagoginnen und Pädagogen in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung, in Kitas, Jugendarbeit, Ausbildung und Sozialer Arbeit. Sie alle erleben täglich, wie politische Meinungen in ihren Alltag hineinwirken, ob im Klassenzimmer, im Seminarraum oder auf dem Basketballplatz. Die Kampagne will ihnen den Rücken stärken: mit Klarheit darüber, was der Beutelsbacher Konsens bedeutet, was er erlaubt und wo er Haltung einfordert.

Weitere Informationen unter www.bpb.de/beutelsbacher-konsens


Kontakt für inhaltliche Fragen und Interviews

Für inhaltliche Fragen zur gemeinsamen Kampagne der Zentralen für politische Bildung steht Anikó Glogowski-Merten, Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung, zur Verfügung.

Kontakt:
poststelle@lpb.niedersachsen.de
Tel. 0511 1207500

Artikel-Informationen

erstellt am:
12.08.2026

Ansprechpartner/in:
Jannika Sieveritz

Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung
Georgsplatz 18/19
30159 Hannover
Tel: 0511 1207500

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