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Publikation: „Anfangen, dranbleiben, nicht alleine bleiben.“

Diversitätsbewusste Organisationsentwicklung in der politischen Bildung


Diversität ist eine gesellschaftliche Realität. Sie zeigt sich an der Vielfalt von Lebensweisen und Bedingungen, die Menschen entlang von Merkmalen wie Alter, geschlechtlicher Identität, Migrationsgeschichte(n), Behinderung(en), sozialer Herkunft, sexueller Orientierung, Religion oder Sprache unterschiedlich gesellschaftlich positionieren. Solche Merkmale werden von Menschen allerdings häufig nicht neutral betrachtet, sondern gesellschaftlich mitbestimmten – teils positiven, teils negativen – Zuschreibungen versehen. Das ist insoweit bedenklich, als daraus Vorurteile, Abwertung und Diskriminierung entstehen können. Politische Bildung, die den Anspruch erhebt, Teilhabe zu fördern und Demokratie zu stärken, kann ihren Auftrag nur wirkungsvoll umsetzen, wenn sie diese Diversität anerkennt, in ihren Strukturen und Angeboten berücksichtigt und die mit ihr einhergehende Diskriminierung reflektiert.
Grafik mit Text Anfangen, dranbleiben, nicht alleine bleiben. Diversitätsbewusste Organisationsentwicklung in der politischen Bildung.   Bildrechte: LpB Nds

Mit der Publikation „Anfangen, dranbleiben, nicht alleine bleiben“ sollen neben der Vermittlung von Grundlagenwissen auch Einblicke in die Praxis der diversitätsbewussten Organisationsentwicklung gegeben werden. Sie soll dazu motivieren, sich als Institution auf den Weg zu machen, Diversität und Diskriminierungskritik als Querschnittsthema wahr- und ernst zu nehmen sowie sich mit anderen zu vernetzen. Es sollen Impulse gegeben werden, wie ein solcher Prozess theoretisch und praktisch gestaltet werden kann.

Die Autorinnen beschäftigen sich aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven mit der Frage, was unter dem Begriff „Diversität“ zu verstehen ist, warum Diversität und politische Bildung zusammengedacht werden sollten und welche Konsequenzen sich aus einer Bearbeitung des Themas im institutionellen Querschnitt ergeben.

Die Sozialwissenschaftlerin Ayça Polat nimmt in ihrem Beitrag eine begriffliche Einordnung von Diversität vor und gibt einen Überblick über die verschiedenen Dimensionen von Diversität.

Daran schließt die Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin Elizaveta Firsova-Eckert mit ihrer Analyse an, warum politische Bildung diversitätsorientiert ausgerichtet sein muss, um den Grundsätzen der politischen Bildung zu genügen.

Der Beitrag der Erziehungswissenschaftlerin Katja Kinder geht auf Organisationsentwicklung als diversitätsorientierten Prozess aus einer Leitungsperspektive ein und beschreibt grundlegende Wege, die eine Organisation hierbei beschreiten muss, und welche Ressourcen dafür benötigt werden.

Ulrika Engler, ehemalige Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung, befasst sich mit der Verantwortung von Leitungspersonen in der politischen Bildung, diversitätssensible Organisationsentwicklung als Mehrwert zu definieren und sich ihr auch aus Leitungsperspektive proaktiv anzunehmen.

Daran schließen Verena Meyer und Kim Annakathrin Ronacher, die den Diversitätsprozess der LpB begleitet haben, mit ihrer Perspektive als Prozessbegleiterinnen von Organisationen an und beschreiben anschaulich, wie sich ein solcher Prozess praktisch umsetzen und begleiten lässt.

Das Glossar erläutert Begriffe aus der diversitätssensiblen und diskriminierungskritischen Bildungsarbeit, während das Literaturverzeichnis auf die Grundlagentexte dieser Publikation verweist und sich zugleich für eine vertiefende Recherche im Themenfeld eignet.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Frau Joanna Mechnich

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